Fotoreise Oman
2. November - 14. November 2025
Fotoreise Oman - Zwischen Wüste, Meer und jahrtausendealter Kultur
Es gibt Reisen, auf die man lange hinarbeitet und die sich dann genauso magisch anfühlen, wie man es sich erhofft hat.
Unsere Fotoreise durch den Oman war genau so ein Erlebnis. Gemeinsam mit dem Naturfotografen Stefan Forster und sechs weiteren Teilnehmern machten wir uns auf den Weg, ein Land zu entdecken, das mit seiner Vielfalt, Ruhe und Schönheit berührt.
Salalah & Mirbat – Ein erster Blick in die Vergangenheit
Unsere Reise begann in Salalah, im tiefen Süden des Landes. Schon nach den ersten Kilometern spürten wir, dass der Oman ein Ort ist, der entschleunigt.
Einer unserer ersten Ausflüge führte uns nach Mirbat, ein altes Ruinenstädtchen direkt an der Küste. Einst war es ein bedeutender Handelspunkt der Weihrauchstraße. Heute erzählen die bröckelnden Mauern, windgegerbten Häuser und das Rauschen des Meeres von einer Zeit, in der Karawanen und Handelsschiffe hier ein und ausgingen.
Mirbat war einer dieser Orte, an denen man plötzlich spürt, wie Geschichte lebendig wird, leise, unaufdringlich und doch eindrucksvoll.
Rub al-Khali – Die große Leere, die alles erfüllt
Von der Küste ging es hinein in die Rub al-Khali, die größte Sandwüste der Welt. Vier Nächte verbrachten wir dort im Zelt und die Wüste nahm uns sofort in ihren Bann.
Endlose Dünen, weiches goldenes Licht, eine Stille, die fast körperlich spürbar war. Sobald sich die Sonne senkte, verwandelte sich der Himmel in ein Sternenmeer, das seinesgleichen sucht.
Es ist diese Mischung aus Weite, Einsamkeit und Schönheit, die die Rub al-Khali so einzigartig macht.
Die Sugar Dunes von Al Khaluf – Wo Sand das Meer berührt
Ein weiterer Höhepunkt war unser Besuch in Al Khaluf, einem kleinen Fischerdorf am Arabischen Meer.
Die berühmten Sugar Dunes, strahlend weiße Sandhügel direkt am türkisfarbenen Wasser wirken fast surreal. Das Zusammenspiel von Wüste und Meer ist ein Geschenk für Fotografen. Hier liegt die Natur nicht nur nebeneinander, sie verschmilzt zu einem einzigen, vollkommenen Bild.
Wahiba Sands – Das klassische Wüstenbild
Die Wahiba-Wüste führte uns zurück in die Welt der rotgoldenen Dünen.
Kleiner als die Rub al-Khali, beeindruckte sie mit ihren Linien, Mustern und den Spuren der Beduinenkarawanen, die sich durch die Landschaft ziehen. Jede Düne wirkte wie ein Gemälde aus Licht und Schatten.
Hajar-ash-Sharqiyah – Gebirge voller Kontraste
Weiter nördlich erreichten wir das Hajar-ash-Sharqiyah-Gebirge, das sofort mit seiner wilden, archaischen Schönheit fesselte.
Dramatische Felsformationen, tiefe Schluchten und kleine Bergdörfer, die wie helle Tupfer an den Hängen klebten, zeigten eine weitere Facette des Oman. Die Berge fühlten sich rau, ursprünglich und kraftvoll an ein starker Kontrast zu den weichen Dünen der Tage zuvor.
Wadis – Oasen voller Leben
Die Wadis des Oman gehören zu den Orten, an denen man sofort versteht, warum dieses Land so besonders ist.
Zwischen Felswänden verstecken sich smaragdgrüne Pools, Palmenhaine und glitzernde Wasserläufe. Die Mischung aus Wärme, Wasser und Licht sorgt für Farben und Motive, die man kaum oft genug fotografieren kann.
Maskat – Ein würdiger Abschluss
Die letzten zwei Tage verbrachten wir in Maskat, einer Hauptstadt, die Tradition und Moderne elegant miteinander verbindet.
Ein besonderes Highlight war der Besuch der Großen Sultan-Qabus-Moschee ein architektonisches Meisterwerk aus weißem Marmor und feinster Handwerkskunst. Auch der Mutrah Souk mit seinen verwinkelten Gassen sowie ein Abstecher ins Royal Opera House standen auf unserem Programm.
Als krönenden Abschluss erlebten wir eine Delfintour vor der Küste Maskats. Zwischen glitzerndem Wasser und spielenden Delfinen fanden wir einen Moment reinen Glücks ein perfekter Schlusspunkt dieser Reise.
Fazit: Ein Land, das bleibt
Diese Fotoreise war weit mehr als das Sammeln von Bildern.
Sie war das Eintauchen in ein Land voller Kontraste zwischen Wüste und Meer, Geschichte und Moderne, Stille und Leben.
Der Oman hat uns gezeigt, dass Schönheit oft dort liegt, wo man sie am wenigsten erwartet.